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Mittwoch, 8. Juni 2011, 14:31

Kino.to - Ermittler verhaften mutmaßliche Betreiber von Raubkopie-Seite

Es ist ein Großschlag gegen illegale Raubkopierer: Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen die
Streaming-Seite kino.to. Bei Razzien in mehreren europäischen Ländern
wurden 13 Personen verhaftet. Ihnen wird die Bildung einer kriminellen
Vereinigung vorgeworfen.



Hamburg - Die Polizei hat zum Schlag gegen kino.to ausgeholt: In
Deutschland, Spanien, Frankreich und den Niederlanden haben Ermittler am
Dienstag zahlreiche Wohnungen, Geschäftsräume und Rechenzentren
durchsucht, um die Betreiber der Raubkopie-Streaming-Seite dingfest zu
machen. Das teilte die Gesellschaft zur Verfolgung von
Urheberrechtsverletzung (GVU) mit. Demnach haben in Deutschland
zeitgleich 20 Razzien stattgefunden, mehr als 250 Polizisten und
Steuerfahnder waren im Einsatz, unterstützt von 17 Computerexperten.

Wie die Staatsanwaltschaft Dresden auf Anfrage mitteilte, seien 13
Personen verhaftet worden, zwölf in Deutschland und eine in Spanien.
Insgesamt seien 14 Haftbefehle ausgestellt worden, nach einer Person
werde derzeit gefahndet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte die
Website rund vier Millionen Besucher täglich. Die Hauptbeschuldigten
sollen siebenstellige Gewinne damit erzielt haben.

Auch sollen mehrere Angebote abgeschaltet worden sein, von denen
raubkopierte Filme zu den Nutzern gestreamt worden waren. Nach Angaben
der GVU haben die Verantwortlichen von kino.to weitere Angebote
gegründet, über die das tatsächliche Streaming der raubkopierten Filme
zum Teil abgewickelt wurde. Mit Werbebannern und kostenpflichtigen
Premium-Zugängen hätten die Betreiber der Hoster "erhebliche Einnahmen"
erzielt. Die Streaming-Hoster und das Portal seien eng miteinander
verflochten. Es handele sich um ein "arbeitsteiliges parasitäres
Geschäftsmodell".

Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt wegen des Verdachts der
Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerblichen Begehung von
Urheberrechtsverletzungen - in über einer Million Fälle. Die GVU hatte
im April dieses Jahres Strafantrag gestellt, nach eigenen Angaben nach
jahrelanger Vorermittlungen. Die Integrierten Ermittlungseinheit Sachsen
(Ines) leitete die internationalen Einsatz.
Aus technischen Gründen wird die Signatur auf der Rückseite angezeigt.